Ghana?!

Seit Mitte Dezember bin ich jetzt aus Ghana zurück. Und immer noch bin ich dabei, meine Gedanken und Gefühle zu sortieren. Die Reise hat für mich nicht wie erhofft mehr Klarheit gebracht, sondern eindeutig mehr Spuren der Verwirrung bei mir hinterlassen:
Ich hatte mich endlich all meinen Ängsten gestellt und war auf den Spuren einer Freundschaft und der Ahnung von einer großen Liebe in eine sehr ferne und fremde Welt gereist. Und ich war sehr freundlich und wohlwollend aufgenommen worden und habe mich erstaunlich gut zurecht gefunden. Ganz anders als bei meiner ersten Ghana-Reise vor fast 30 Jahren.

Trotzdem kann ich von keinem Happy-End berichten, nur von der Gewißheit, dass überhaupt kein Happy-End existieren kann solange man lebt. Einfach weil das Leben immer weiter geht und Menschen, Orte und überhaupt alles sich ständig verändert im Laufe der Zeit. Beziehungen verändern sich eben auch.
Was ich mitgebracht habe, ist ein tiefes Gefühl von Liebe, so sehr, wie ich keine Ahnung hatte, dass sie existieren könnte.
Und ein ganz tiefes Gefühl von Demut.

Ich habe eine ganze Menge gesehen und erlebt, neue und schon bekannte Orte aufgesucht und eine Freundschaft vertieft und neue Freundschaften geschlossen. Ich habe Ghana aus einem ganz neuen Blickwinkel noch einmal neu betrachtet und erlebt und meinen Frieden mit meinen Ängsten und Unvollkommenheiten schließen können.

So weit – so gut. Und jetzt habe ich nicht die geringste Ahnung, wie es weitergehen soll.
Ich bin hier im Alltagstrott leider wieder voll verhaftet. Der von der Reise mitgebrachte Schwung hat anscheinend nicht ausgereicht, Veränderungen in Gang zu setzen.
Und ich habe nicht die geringste Ahnung, wann ich wieder nach Ghana werde reisen können und ob ich jemals dort werde leben können.
Mein Traum wäre, zwischen beiden Welten pendeln und auch an andere Orte und in andere Länder reisen zu können und ortsunabhängig meinen Lebensunterhalt verdienen zu können.

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